Ackerblühstreifenprojekt

Infos zur Projektteilnahme

Das Ackerblühstreifenprojekt wird auch im Jahr 2024 wieder stattfinden.  Aufgrund des höheren Mehrwertes für die Biodiversität wird in diesem Jahr wieder ausschließlich eine Mischung zur Anlage mehrjähriger Blühstreifen gefördert. Mehrjährige Blühstreifen sind nicht nur eine Nahrungsquelle für nektarsuchende Insekten, sondern schaffen durch ihre Strukturvielfalt im Winterhalbjahr zusätzliche Verstecke und Überwinterungsmöglichkeiten für Niederwild und Insekten.

Die Bestellung des Saatgutes zur Anlage der Blühstreifen erfolgt wie bereits im Vorjahr online.
Wie läuft das Projekt ab?
  • Mitmachen können Landwirtinnen und Landwirte, die den Blühstreifen im Landkreis Ravensburg anlegen
  • Bestellformular bis spätestens 28.02.2024 online ausfüllen
  • Das Saatgut wird vom LEV bestellt, die Kosten können dank einer Spende der Heimatstiftung der Kreissparkasse Ravensburg  zu 100% übernommen werden
  • Lieferung des Saatgutes zum Hof des Betriebs (ca. Anfang April)
  • Aussaat erfolgt durch den Landwirt bzw. kann ggf. überbetrieblich übernommen werden
  • Es handelt sich um keine Mischung für geförderte Agrarumweltmaßnahmen (FAKT, LPR) und darf auch nicht als solche verwendet werden
Zur Auswahl steht:
  • 2,5kg   Blühende Landschaft Süd (mehrjährig, konventionell, Ansaat Frühjahr)
  • 2,5kg   Blühende Landschaft Süd (mehrjährig, konventionell, Ansaat Spätsommer)
  • 5 kg FÖKO – Mischung (Mischung für Obstbaubetriebe) 

Infos zur Anlage eines Blühstreifens

Ackerblühstreifen
ökologische Aspekte bei der Anlage von Ackerblühstreifen:
  • möglichst breit (2 Sämaschinenbreiten)
  • möglichst im Acker oder zwischen 2 Schlägen
  • möglichst im/am Getreideacker
  • möglichst nicht an einer viel befahrenen Straße, möglichst auch nicht an einem Weg
  • möglichst eine mehrjährige Mischung verwenden
  • keine Pflanzenschutzmittel und Düngung im Blühstreifen
  • möglichst keine Insektizidanwendung in der Nähe des Blühstreifens
Tipps zur Ansaat:
  • Bodenbearbeitung: feinkrümelige Saatbeetvorbereitung (wie bei Ackerfrucht, am besten im Vorfeld fräsen)
  • Ansaat Blühstreifen: Mitte April – Mitte Mai
  • Aussaat obenauf, bis max. 1 cm tief; keine mechanische Einarbeitung
  • Anwalzen, um Bodenschluss herzustellen
 
 
Fahrgassenblühstreifen
ökologische Aspekte bei der Anlage von Blühstreifen in der Fahrgassenmitte:
  • ca. 50 cm breit
  • möglichst in jeder Fahrgasse
  • angepasste Mulchtechnik –> Geeignetes Mulchgerät zur Aussparung der Blühstreifen sollte vorhanden sein und zudem gilt es alternierend, d.h. jede zweite Fahrgasse zeitlich versetzt zu mulchen (es soll immer ein Blühangebot zur Verfügung stehen)
  • Schröpfschnitt im 1. Jahr nach Auflaufen des Schnellbegrüners und ggf. anderer Beikräuter
Tipps zur Ansaat:
  • Bodenbearbeitung: feinkrümelige Saatbeetvorbereitung (Mind. 2 mal im Vorfeld fräsen), Boden unter dem Blühstreifen sollte nicht höher sein als die restliche Fahrgasse
  • Ansaat: Mitte April – Mitte Mai, ausreichende Wasserversorgung, Aussaat obendrauf (bei Maschinenaussaat mit hochgestellten Säscharen: Saatgut nur oberflächlich ablegen), keine mechanische Einarbeitung
 
 

Blühstreifen im Acker

Blühstreifen können sowohl gräserdominierte Wiesen, als auch Ackerflächen und Obstbaukulturen aufwerten. Die Verwendung von gebietsheimischem (autochthonem) Saatgut, die richtige Saatbettbereitung und Aussaat, sowie die entsprechende Pflege und Bewirtschaftung sind ausschlaggebende Faktoren für das Gelingen und Erblühen.

Kräuterreiche Blühstreifen leisten einen Beitrag, die Biodiversität in der Landschaft zu erhöhen und das Landschaftsbild aufzuwerten. Blühstreifen locken Insekten – und damit auch Vögel – an. Wenn sie über den Winter stehen gelassen werden, sind sie zudem Quartier für Bodenbrüter und in den abgestorbenen Pflanzenteilen können Insekten überwintern.