Mähtechnik

Einen entscheidenden Einfluss auf die Pflege von artenreichen Wiesentypen hat die eingesetzte Mähtechnik. Moderne Kreiselmäher mit Rotationstechnik haben die Schneidetechnik der Messerbalken weitgehend verdrängt, da sie wartungsärmer und oft auch schlagkräftiger sind. Aus Sicht des Natur- und Artenschutzes sollte für die Pflege nach Möglichkeit der Messerbalken verwendet werden. Dieser schonendere Geräteeinsatz wird über die LPR zusätzlich vergütet.

Der Einsatz von Mähwerken mit Mähaufbereitern (Knicker) ist in der Landschaftspflege auf Grund der Verluste bei den Insekten nicht gewünscht.

Messerbalken:

  • sauberer Schnitt, guter Nachwuchs
  • geringer Leistungsbedarf
  • sehr hangtauglich
  • leicht und darum bodenschonend
  • großer Instandhaltungsaufwand
  • insbesondere bei Insekten und Amphibien artenschonender

Rotationstechnik:

  • zwei- bis dreimal höhere Arbeitsleistung als Messerbalken
  • hoher Leistungsbedarf
  • schwer, robust
  • geringer Instandhaltungsaufwand
  • Sogwirkung durch rotierende Elemente
  • hoher Verlust von wiesenbewohnenden Arten

Mit modernen Mähgeräten können enorme Flächenleistungen erzielt werden, sodass große Gebiete binnen kürzester Zeit abgemäht sind. In diesen Gebieten finden beispielsweise Amphibien nur schwer Unterschlupf. Durch ungemähte Streifen in der Wiese (Altgrasstreifen) kann ein Beitrag zur Erhaltung vieler Tierarten geleistet werden.

Mehr Informationen finden Sie in den folgenden Merkblättern:
Naturverträgliche Mähtechnik
Erntetechnik und Artenvielfalt in Wiesen

(Quelle: www.agridea.ch)

Merkblatt Altgrasstreifen

(Quelle: www.agridea.ch)